„Wallgang“: Christen beten für die Krankenhäuser der Stadt
RP-Foto: Thomas Lammertz
Unter dem Motto „Jesus geht vor“ startete der nun dritte Wallgang am Kaiser-Wilhelm-Museum.

Beim diesjährigen Wallgang haben Christen auch für die Stadt Krefeld gebetet. Die Aktion fand zum dritten Mal statt und begann einst unter dem Motto „Jesus to go“.

(vo) Beim nun dritten ökumenischen Wallgang über die vier Wälle haben die Teilnehmer unter anderem für das Wohl der Stadt Krefed gebetet und ausdrücklich die Polizei, die Schulen und die Krankenhäuser der Stadt in ihre Fürbitten mit eingeschlossen. Der Wallgang wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen  und der Evangelischen Allianz Krefeld ausgerichtet und startete einst unter dem Motto „Jesus to go“ Das Motto in diesem Jahr: „Jesus geht vor.“

Jesus sei ein Mann der Straße gewesen, der meistens im Freien gepredigt habe, erläutern die Veranstalter die Aktion, „so wollen wir beim Wallgang gemeinsam Gottesdienst feiern, uns freuen und gegenseitig besser kennenlernen.“ Vertreten waren viele Konfessionen in Krefeld, darunter Freikirchen sowie die orthodoxe, die evangelische und die katholische Kirche. Die Teilnehmer trafen sich am Kaiser-Wilhelm-Museum – wegen des Regens sind in diesem Jahr weniger gekommen als sonst. Oberbürgermeister Frank Meyer sprach ein Grußwort und würdigte den ökumenischen Charakter der Veranstaltung.

Vom Karlsplatz am Museum ging es dann zum Friedrichsplatz, wo ein Vater Unser gesprochen wurde. Von dort führte der Wallgang zum Theaterplatz, wo der Pfarrer der Pauluskirche, Volker Hendricks, nach einer Ansprache das Glaubensbekenntnis von Nicäa anstimmte. Eine ökumenische Besonderheit: Der Text geht auf das Jahr 381 zurück; die Organisatoren des Wallgangs wollten damit bewusst auf einen sehr frühen Text zurückgreifen, der  von allen Konfessionen getragen werden kann. Das Apostolische Glaubensbekenntnis, das in den Gottesdiensten normalerweise gesprochen wird, ist kürzer und ein Jahrhundert später entstanden.

Über den Ostwall mit Station an der Stephanstraße, wo das Gebet für Krefeld gesprochen wurde, ging es dann zurück zum Westwall. Die Veranstaltung klang in der Alten Kirche aus.

Die Idee, dass man für ein Gemeinwesen wie eine Stadt beten kann, ist in Krefeld erstmals von der Initiative „Gemeinsam für Krefeld“  umgesetzt worden. Das Netzwerk  hat 2017 ein sogenanntes „Gebetshaus" (an der Breite Straße 98) eingerichtet, in dem man für seine Stadt beten kann, und dazu auch eine „Stadtbibel“ herausgegeben. Initiiert worden war das sich überkonfessionell verstehende Projekt von Mitgliedern aus evangelischen Freikirchen und der evangelischen Landeskirche. Die Wallgänge knüpfen an diesen Gedanken an und tragen ihn einmal im Jahr in die Öffentlichkeit.