Millinger Tischtennis-Abteilung besteht seit 60 Jahren
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Kreismeister im Gründungsjahr 1961 – von links: Theo Roghmanns, Frank Merkel, Heinz Wellesen, Günter Urban, Manfred und Eberhard Waschipki.

Seit 1961 stehen die Teams des SV Millingen an den Platten. Heinz Wellesen und Manfred Waschipki feiern 2021 zweimal.

RHEINBERG |(FKT) Eigentlich sollte in diesem Jahr das 60-jährige Bestehen der Tischtennis-Abteilung des SV Millingen ausgiebig gefeiert werden. Doch die Pandemie machte dem geplanten Fest einen Strich durch die Rechnung. Ganz auf den besonderen Anlass zu verzichten, das kam für den Vorstand allerdings auch nicht in Frage. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten sollten vor allem Heinz Wellesen und Manfred Waschipki stehen. Die beiden Gründungsmitglieder von 1961 wurden in diesem Jahr 80 Jahre alt.

Durch die hohen Inzidenzen ließ die Pandemie im Februar bei Wellesen noch keinen Besuch zu. Bei Waschipki schlug kürzlich eine kleine Millinger Delegation zum Gratulieren auf. Die sinkenden Zahlen hatten es möglich gemacht. „Er hat für seine fast 50-jährige aktive Zeit und 40 Jahre als Funktionär eine Ehrenurkunde vom Bezirk Düsseldorf bekommen“, sagt Abteilungsleiter Volker Hagemann. 2003 erhielt Waschipki bereits die Goldene Ehrennadel des Westdeutschen Tischtennis-Verbands (WTTV). Als Kassierer und Verwalter der „Freud- und Leidkasse“ sammelte der Ruheständler bis zum Beginn der Pandemie alle Beiträge noch persönlich von allen Vereinskollegen in der Turnhalle ein.

Heinz Wellesen war mehr als 30 Jahre für die Abteilung der Millinger „Buben“ verantwortlich. 2008 bekam er die Adalbert-Hoffmeier-Gedenkplakette verliehen. Ein Jahr später wurde er zum Ehrenabteilungsleiter des SV Millingen ernannt und ist wie Waschipki weiterhin regelmäßig als Zuschauer und Unterstützer bei den Heimspielen zu Gast.

Ebenfalls seit 2009 hat Volker Hagemann nun schon das Amt des ersten Vorsitzenden inne. Die erste Mannschaft schlägt zum zweiten Mal in Folge in der Landesliga auf. „Das ist auch die höchste Spielklasse der Geschichte“, so Hagemann, der nach wie vor mit der zweiten Mannschaft um Punkte spielt.

Seit der Gründung 1961 war die Abteilung in ihrer Entwicklung zunächst stetig gewachsen. In Folge einer zwischenzeitlichen „kleinen Flaute“ in den 1990er-Jahren erreichten die „Buben“ 2016 mit acht gemeldeten Herren-Teams ihren Höhepunkt. Nach zwei abgebrochenen Spielzeiten gehen ab September nur noch vier Teams sowie eine Jugend-Mannschaft an den Start. „Es könnten sicherlich mehr sein. Aber sechs Spieler wollen erst mal kürzertreten. Im Jugendbereich wird es in Zukunft vielleicht die ein oder andere Aktion geben“, so Hagemann.